Medizin im KZ, Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen
In der Dauerausstellung „Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen von 1936-1945“ kommen in 28 Video-und Audiostationen und 11 interaktiven Computerterminals die ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers zu Wort: Sie schildern ihre bedrückenden Erlebnisse im Lager, erzählen von ihren Begegnungen mit den SS-Ärzten, von den medizinischen Experimenten, die an ihnen oder den Mithäftlingen durchgeführt wurden bis hin zum Krankenmord.
Mit der für die Ausstellung konzipierten dreißigminütigen Multimediainstallation wurde eine für Gedenkstätten neue Präsentationsform geschaffen, die verschiedene Wahrnehmungsperpektiven mit der tatsächlichen Realität im Lager konfrontiert und dadurch die Propaganda des SS-Regimes entlarvt. Den Lügen der SS-Lagerverwaltung werden historisch belegte Berichte, Zeichnungen und Aussagen von Inhalftierten sowie von kritischen Journalisten entgegengestellt.

