Medizin und Verbrechen, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Im dezentralen Museumskonzept der Mahn-und Gedenkstätte Sachsenhausen ist „Medizin und Verbrechen“ die größte von dreizehn Dauerausstellungen. Mit über tausend Exponaten werden Einblicke in eine grausame Welt gegeben und die verschiedenen Aspekte des Themas - von der medizinischen Minimalversorgung über medizinische Versuche mit KZ-Häftlingen bis hin zum Krankenmord - beleuchtet. Das preisgekrönte Gestaltungskonzept berücksichtigt, daß sich die Ausstellung in den letzten original erhaltenen Häftlingsbaracken befindet und diese faktisch wie ein Exponat behandelt werden müssen.

Der Besucherweg in der Ausstellung führt deshalb über begehbare Glasstege, die erstens die originale Baustruktur schützen und zweitens die Besucher für den Ausstellungsort sensibilisieren. Die bedrückenden Inhalte und Exponate sowie die Audio und Videoinstallationen mit bewegenden Berichten von Zeitzeugen sind in schlichte, filigrane Glasstelen integriert, die in kritischer Distanz zum historischen Gebäude stehen.